Phytotherapie - Heilen mit Pflanzen
Eigentlich hat jeder von uns schon im Kindesalter Erfahrungen mit der Phytotherapie gemacht, denn der Fenchel- oder Kamillentee bei Bauchschmerzen ist im Grunde nichts anderes. Und so verwenden wir in der alternativen Medizin heute die Apotheke der Natur für Mensch und Tier bei verschiedensten Beschwerden. Vom Johanniskraut über Mariendistel bis zu Teufelskralle-Präparaten - Pflanzenextrakte können bei fast allen Krankheiten alleine oder in Kombination mit der konventionellen Medizin eingesetzt werden. Die heutige moderne Phytotherapie ist eine Synthese aus der überlieferten Erfahrungsheilkunde aus den Kulturen der Antike, den Erkenntnissen (v.a. in den Klöstern) des Mittelalters und der modernen Arzneimittelforschung. Genau wie die Schulmedizin hat auch die Phytotherapie ihre Grenzen und sie kann nicht bei allen Krankheiten helfen. Aber sie hat wesentlich weniger Nebenwirkungen und ist überwiegend besser verträglich als chemische Arzneimittel. Ihre Anwendung gehört trotzdem in erfahrene Hände, denn manchmal kann es v.a. zu Interaktionen zwischen den einzelnen Mitteln oder zu allergischen Reaktionen (z.B. weitverbreitet bei Echinacea) kommen. ... und noch eine Anmerkung am Rande: Präparate, die es billig in Drogerie- oder Supermärkten zu kaufen gibt enthalten meist eine viel zu geringe Menge an Pflanzenwirkstoff um helfen zu können. Sie schaden nicht, aber bewirken auch nichts - sie nützen nur dem Hersteller! Fragen Sie deshalb lieber Ihren Heilpraktiker oder Apotheker nach geeigneten pflanzlichen Arzneimitteln!
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