EPILEPSIE beim Hund

Als Epilepsie bezeichnet man eine chronische Erkrankung des Gehirns. Sie äußert sich durch das wiederholte Auftreten von epileptischen Anfällen, bei denen es zu einer kurzzeitigen Störung der Motorik, der sinnlichen Wahrnehmung und der vegetativen Funktionen kommt.

Epilepsie ist die häufigste Erkrankung des zentralen Nervensystems und kommt bei ca. 2 % aller Hunde vor. Einige Rassen (z.B. Dackel und Pudel) sind häufiger betroffen als andere.

Vor dem eigentlichen Anfall verhalten sich manche Hunde - meist nur für die Besitzer erkennbar - leicht auffällig: sie werden unruhig, manche verkriechen sich, andere suchen Schutz bei Herrchen oder werden überängstlich.

Der Anfall selbst kann in seiner Ausprägung sehr stark variieren: Bei einigen Tieren kommt es nur zu leichtem Zittern der Gliedmaßen, andere erleiden eine vollständige Bewußtseinstrübung mit heftigen Verkrampfungen der gesamten Muskulatur.

Nach dem Anfall sind die meisten Hunde zunächst leicht desorientiert, danach folgt eine kurze unruhige Phase. Manche Tiere verspüren starken Durst oder Hunger. Die "Nachphase" kann nur einige Minuten oder bei anderen auch Stunden dauern.

Da Epilepsie nicht heilbar ist und alle schulmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten starke Nebenwirkungen haben (u.a. Leberschädigungen, Wesensveränderungen - "Das ist nicht mehr mein Hund") raten auch Tierärzte zunächst zum Abwarten. Sollten die Anfälle nicht öfter als alle 6-8 Wochen auftreten und ihre Länge und Stärke nicht lebensbedrohlich sein, ist eine Behandlung mit Barbituraten/ Antiepileptika ( Phenobarbital "Luminal" / Primidon / Kaliumbromid "Dibro-be") nicht sinnvoll!

Die naturheilkundliche Therapie der Epilepsie hat zunächst den großen Vorteil , daß sie ohne schädliche Nebenwirkungen ist. Außerdem können wir hiermit alle Bereiche, die bei der Epilepsie eine Rolle spielen, abdecken:

1. Die Ernährung

Auf eine gesunde Ernährung muß beim Epilepsie-Hund besondes Wert gelegt werden. So sollte nur möglichst naturbelassenes Futter ohne künstliche Zusatzstoffe verabreicht werden. In manchen Fällen kann man auch durch die Umstellung auf Rohfütterung (BARFen) gute Ergebnisse erzielen.

Die Futterzusammensetzung sollte reichlich pflanzliche Kohlehydrate und wenig tierisches Eiweiß enthalten. Zusätzlich sind Kräuterbeimischungen (Phytotherapie!) zum Schutz von Leber und Niere sinnvoll.

2. Die Psyche

Grundsätzlich ist beim Epilepsiepatienten auch auf die Psyche zu achten. Er braucht eine stressfreie und ruhige Umgebung mit festen Tagesabläufen in einem stabilen Umfeld. Jede Aufregung kann ein Auslöser für einen neuen Anfall sein!

Zur Unterstützung einer gesunden Psyche kann man eine auf den jeweiligen Patienten genau zugeschnittene Bachblütenmischung verabreichen oder/ und bei sehr leicht erregbaren Hunden mit pflanzlichen Beruhigungsmitteln arbeiten.

3. Die homöopatische Therapie

Die homöopatischen Mittel bei Epilepsie werden je nach Erkrankungsbild genau für den jeweiligen Patienten zusammengestellt. Es gibt dabei Präparate, die nur im Notfall (also bei einem Anfall) gegeben werden um diesen abzumildern und zu verkürzen - und andere homöopatische Mittel, die dauerhaft vom Hund eingenommen werden müssen.

Hat ein Patient schon über einen längeren Zeitraum vom Tierarzt Antiepileptika bekommen, so sollte man diese auf keinen Fall von einem Tag auf den anderen absetzten. Man beginnt zunächst parallel dazu mit der homöopathischen Therapie und reduziert die Schulmedizin immer weiter, wenn möglich bis zum völligen Übergehen auf reine Homöopathie.

 Die Ergebnisse der homöopathischen bzw. naturheilkundlichen Therapie sind meiner Erfahrung nach bei Epilepsiepatienten sehr gut. Es läßt sich mit etwas Geduld fast immer eine Behandlung ohne Schulmedizin erreichen.

Wenn man dann noch bedenkt, daß 25-45% aller Epilepsiepatienten von der Schulmedizin als therapieresistent bezeichnet werden, lohnt sich auf jeden Fall der Versuch einer alternativen Behandlung mit Naturheilkunde!

Die Lebenserwartung der Patienten liegt damit kaum unter der gesunder Tiere, denn die Naturheilkunde unterstützt im Gegensatz zur Schulmedizin mit ihren schädigenden Nebenwirkungen den Stoffwechsel und das Organsystem der Patienten.

 

Sollten Sie noch weitergehende Fragen haben - ich beantworte Sie Ihnen gerne

Ihre Tierheilpraktikerin

Ingrid Hörmann-Pfeiffer